Saphiras Blog, Teil 3

DSC00216Da bin ich wieder! Katzen-Moin an alle!

Dann werde ich euch mal erzählen, wie ich es angestellt habe, mit meinen Mamas, meiner Hundemama Lilly und meiner Menschenmama, auf Abendspaziergang zu gehen. Ihr wisst ja, dass bei meinem Zuhause ein Garten ist, aber da ist in der anderen Richtung von der Haustür aus auch noch was. Das hat mich interessiert, was da ist. Aus der sicheren Entfernung in einem guten Versteck habe ich große Teile mit Fenstern gesehen. Die bewegen sich auf Steinen. Das ist laut. Die sind wie schnelle Riesen. Oh, oh! Immer wieder schnelle Riesen. Unheimlich. Was wollen die? Was sind das denn für Dinger? Große Tiere mit runden Beinen? Hmm. Aber… Tiere haben keine Fenster. Hmm. Jetzt weiß ich es. Damit haben sie mich abgeholt. Das sind Autos. Alleine habe ich mich nicht getraut auf Erkundungstour zu den schnellen Riesen zu gehen. Und so habe ich mich einfach eines Abends an Lillys Pfoten geheftet und bin mit in Richtung der Riesen gegangen. Und von Lil – so habe ich sie auch gerne genannt – habe ich gelernt, dass ich sehr vorsichtig sein muss. Lil hat immer Sitz gemacht, bevor sie über die Steine gelaufen ist, auf denen die Riesen rollen. Ich bin immer bei Fuß an Lillys Pfoten geblieben. Aber einmal habe ich getrödelt, weil es soooo gut roch an einem Strauch. Und als ich nach der Schnüffelei wieder aufgeschaut habe, da  waren Lillys Pfoten weg. Hilfe! Da hörte ich – Katzengott sei Dank – meinen Namen: “Saphira, komm!“. Im wilden Galopp bin ich los. Im Sauseschritt wie der Wind. Und meine Lil kam mir schon entgegen. Puh, noch mal Glück gehabt. Und so bin ich dann oft mit auf den Abendspaziergang gegangen. Einmal, als wir wieder zurück waren vor unserer Haustür, bin ich einfach draußen geblieben.  Einfach so. Das war wohl die erste Katzen-Trotzphase. Ich bin unter den Büschen im Garten herum marschiert. Einfach so. Dann wurde ich gerufen. Ich bin weiter herum marschiert. Einfach so. Und dann ging die Tür zu. Keine Katzenklappe. So was Blödes. Warten war angesagt, bis die Tür wieder aufgemacht wurde. Ich mag nicht warten. Ich mag gar nicht gerne warten. Ich hasse das Warten. Wenn ich dann rein darf, schimpfe ich ganz doll mit meinem Zweibeiner.

Manchmal habe ich auch am Tag draußen vor der Haustür warten müssen, denn ich bin da auch nicht gekommen, als man mich gerufen hat. So eine Trotzphase dauert schon so seine Zeit. Manchmal haben mich meine Zweibeiner-Oma oder mein Zweibeiner-Opa erlöst, die im gleichen Haus wohnen. Wenn sie nach Hause kamen, haben sie mich gerufen. Irgendwie wussten sie, dass ich draußen war. Anscheinend haben die Zweibeiner die Möglichkeit miteinander zu sprechen, auch wenn sie sich nicht in die Augen sehen können. Manchmal hat meine Zweibeinerin so was am Ohr und redet da hinein. Das muss eine besondere Maschine für Zweibeiner sein, die wir Katzen nicht kennen und nicht haben. Auch Lilly habe ich nie mit so einem Ding am Ohr gesehen. Vielleicht haben die Menschenaffen im Urwald ja auch solche Maschinen. Wer weiß…

Wieder drin1367078087349nen, habe ich mich dann eingekuschelt und bin erschöpft und glücklich eingeschlafen.

 

 

Also dann, bis zum nächsten Mal. Es geht dann um meine ersten Erfahrungen mit Schnee  als Jungkatze und vieles mehr.

Miau, miau euer Phierchen

2012-08-10_12-51-05_955

 

P.S.: Es gibt leider keine Fotos von den Abendspaziergängen.