Saphiras Blog, Teil 1

Ich bin Saphira, man nennt mich auch “Phierchen”

Und “Phierli” gefällt mir auch. Ihr könnt euch einen Namen aussuchen. Euch allen ein freundliches Katzen-Moin-Moin!
Ich bin eine Katzendame mit weißer Brust, weißen Pfoten und grau getigertem Fell.

Saphira Baum

Ich möchte euch meine Geschichte nach und nach erzählen. Am 19.03.2012 habe ich das Licht der Welt erblickt. Als meine Geschwister und ich etwas größer waren, kamen große Zweibeiner und haben sich zu uns runter gebückt, uns in die Hand genommen und uns angeschaut. Das mochte ich gar nicht immer gerne. Das waren manchmal so große und grobe und harte Hände und manchmal so lange piekende Fingernägel. Doch eine Besucherin mochte ich gerne und bin zu ihr gelaufen. Sie hat mich angeschaut und sie hat verstanden und hat mich ausgesucht.

Dann kam der Tag, wo sie mich abgeholt hat. Die Trennung von meiner Mama und meinen Geschwistern war schwer und zum Transport haben sie mich dann auch noch in so eine Kiste gelegt, die ich nicht aufmachen kann. Wer denkt sich denn so etwas aus? Meine Katzenmutter hat uns Katzenkindern ja viel erzählt und auf ein Katzenleben vorbereitet, aber von einer geschlossenen Transportkiste hat sie kein Wort gesagt. Das muss sich einer von den Zweibeinern ausgedacht haben. Anders kann es gar nicht sein. Keine Katze würde auf die Idee kommen eine verschließbare Kiste zu bauen. Und ich glaube, auch kein Hund und auch kein Tiger. Elefanten wohl auch nicht. Also dann war ich in dieser Kiste. Gemütlich war es aber schon irgendwie mit der flauschigen Decke, die auch noch gut roch. Tja, da habe ich mir gesagt: “Was soll´s; Katzenmama hat gesagt: “Immer mit der Ruhe!”  Ich wurde in der Transportkiste in ein Auto gebracht, wo schon jemand wartete. Solche anderen Tiere kannte ich aus meiner Familie, wo ich geboren wurde, ja auch schon: groß und schwarz und neugierig. So machte ich die erste vorsichtige Begegnung mit Blickkontakt durch die Kiste mit meiner zukünftigen Lebenskumpanin “Lilly”. Ein Deutsch-Kurzhaar-Mischling. Auf dem Weg in mein neues Zuhause war ich dann so müde von all den Aufregungen, dass ich einschlief. Und so mache ich es bis heute: wenn es auf die Reise geht und ich wieder in die Kiste muss, lege ich einfach ein Nickerchen ein, um frisch und ausgeruht am Ziel anzukommen und dann alles sofort erkunden  zu können.

Ein neues Zu Hause ist so aufregend. Wir kamen in die neue Wohnung und ich durfte aus der Kiste heraus. Wie es schien, hatten die Zweibeiner sich vorher schon Gedanken gemacht, wie man Hund und Katze am besten zusammenführen konnte. Ich war in der einen Ecke des Zimmer und der große, schwarze Hund in der anderen Ecke. Wir wurden beide gestreichelt und liebkost. Das war ganz gut, denn so konnten wir beide den anderen schon mal in Augenschein nehmen und uns daran gewöhnen. Mein neues Frauchen war bei Lilly und sagte: “Lilly, komm mit und sei ganz lieb und vorsichtig.” Und Lilly kam langsam näher und durfte mich unter Kontrolle und Beobachtung abschnüffeln. Da ich aus dem alten Zuhause Hunde gewöhnt war, fand ich das gar nicht schlimm und ich schloss meine 1. Hundemutter direkt in mein kleines Katzenherz.

Mehr von mir und wie ich und Lilly langsam richtig dicke Freunde wurden, gibt es beim nächsten Mal.

Miau Miau, eure Saphira